Innenraumverträglichkeitsprüfung für Baustoffe

 

Bauen
mit Innenraumgeprüften Baumaterialien/Instandhaltungsmitteln

Einleitung:
Auf der Grundlage der Empfehlungen des Rates der Sachverständigen der Bundesregierung 1987, des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes, des Umweltbundesamtes (RAL Umweltzeichen), der Ergebnisse des Projektes der Kassenärztlichen Vereinigung, durchgeführt von der Perimedizinischen Analytik Sindelfingen GmbH. deren computergestützen Auswertung durch ChemExpert und die Universität Mainz wurde eine Konzeption für den Bau und die Instandhaltung öffentlicher Gebäude entwickelt, die technische Lösungen mit schadstoffgeprüften Materialien im Interesse der Nutzer, Kinder und Lehrkräfte, Instandhaltungspersonal praxisgerecht umsetzt. Dieses wurde in Verbindung mit den Vorgaben der Suva und dem Buwal und dem KBöB zu einer schweizerischen Konzeption weiterentwickelt.

Dies beinhaltet nach der Bemusterung und Auswahl der gewünschten Materialien deren Prüfung und Bescheinigung der Unbedenklichkeit für die Gesundheit nach heutigem Stand der Technik.
Der benötigte Informationsgrad, insbesondere ob eine detaillierte analytische Materialprüfung erforderlich ist, hängt von verschiedenen Kriterien ab.:
Dazu gehören z.B. Flächenermittlung, Ort des Einbaus (offen/verdeckt), Art der Nutzung , kritische Produkte usw.
Aus diesen Gründen wird eine Art Prioritätenliste erstellt, die das Verfahren für die einzelnen Materialien festlegt.
Grundsätzlich wird eine rechtsverbindliche Unbedenklichkeitserklärung in der Ausschreibung vorgegeben, die die innenraumrelevanten chemischen und pysikalischen Parameter abfragt.
Durch Bezugnahme auf das ChemG, dessen Symbole, Risiko- und Sicherheitssätze ist es möglich im Vorfeld den Einsatz kritischer Chemikalien in Baustoffen weiter zu begrenzen.

Eine enge Kooperation mit den Architekten und öffentlichen Auftraggebern ist eine Voraussetzung für die Durchführung eines Projektes.

Grundlagenermittlung:
Zunächst müssen die Architekten, Ingenieure zusammen mit dem AG und den Nutzern über die grundsätzlich vorgesehenen Konstruktionen und Materialien (z.B. Teppich, Linoleum, Parkett etc.) entscheiden.

Im nächsten Schritt wird eine Prioritätenliste erstellt, die den erforderlichen Informationsgrad in Abhängigkeit von den eingebauten Massen, kritischen Produkten und Verfahren usw. festlegt.

Daraufhin werden entsprechende Vorgaben an verschiedene Lieferanten gemacht, die dafür vorgesehene Unbedenklichkeitserklärungen als Vertragsbestandteil unterzeichnen müssen. Vertragsstrafen werden für die Nichterfüllung vereinbart.

Großflächig eingebaute Materialien und kritische Produkte und Verfahren nach Prioritätenliste können nach Herstellervorschrift verarbeitet werden und anschließend nach einem festgelegten Verfahren von einem anerkannten akkreditierten Prüf- und Umweltlabor hinsichtlich ihres Emissionsverhaltens untersucht (Optional).

Über die Ergebnisse der Untersuchungen wird ein Bericht erstellt, der Empfehlungen für die vorgesehenen Baumaterialien und Instandhaltungsmittel (z.B Reinigungschemikalien) enthält.
In Zusammenarbeit mit den Architekten, dem Auftraggeber und den Nutzern wird der endgültige Ablauf festgelegt.

Bauüberwachung:
Während der Bauphase wird der Einbau der verschiedenen Materialien überwacht und teilweise durch Messungen überprüft.

Eine Fotodokumentation wird auf Wunsch erstellt.

Schlussmessungen als Abnahme:

Nach einer vorgegebenen Zeit findet eine meßtechnische Endabnahme statt.
Dies ist der Nachweis das die Vorgaben hinsichtlich der Schadstoff eingehalten wurden.

 

Honorare: Diese hängen vom Schwierigkeitsgrad des Bauvorhabens. Die Analytikkosten können auf Nachweis ermittelt werden oder per Nachtragsangebot gestellt werden.

 

Sanierungskosten in kontaminierten Gebäuden liegen in der Regel zwischen 500 bis 2000 CHF/m2, so daß bei einem Gebäude von 4000 m2 Grundfläche schnell ein Schaden von 1 Million CHF entstehen kann. Bestes Beispiel sind die ca. 1000 in Deutschland/Schweiz PCB-belasteten Gebäude, deren Sanierungsbedarf die Städte und Kommunen neunstellige Summen Kosten wird.

 

 

 

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